ACHTUNG ?!
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Logo der europäischen Union Dieses Projekt wird aus Mitteln des
Fonds für die innere Sicherheit durch
die Europäische Union kofinanziert.


Die Module

Das Theaterstück ist das zentrale Element des Projekts. Durch die gespielten Biografien eines Jungen und eines Mädchens werden exemplarisch Radikalisierungsverläufe gezeigt. In dem Theaterstück werden zwei extremistische Bereiche beleuchtet: Rechtsextremismus und Salafismus. Dabei wird dargestellt, warum man in bestimmten Lebensphasen anfällig für extremistische Organisationen sein kann und wie die Bedürfnisse von Jugendlichen durch so genannte „Mentoren“ ausgenützt werden können.

Die Darstellerin und der Darsteller schlüpfen dabei immer wieder in Moderatorenrollen, reflektieren über ihre Rollen und beziehen das Publikum ein. Das Stück ist empfohlen für Schüler und Schülerinnen ab der Klassenstufe 9, andere Klassenstufen sind jedoch denkbar.

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Die Nachbereitung findet direkt im Anschluss an das Theaterstück im Klassenrahmen statt. Sie beginnt mit einer emotionalen Auswertung und mit den Jugendlichen wird erörtert, was im Theaterstück passiert ist. Die Doppel-Bedeutung des Begriffs „Achtung“ wird geklärt. Durch verschiedene Methoden sollen die Jugendlichen Zitate und Situationen aus dem Theaterstück bewerten und zwischen Achtung und Verachtung verorten. Ziel ist, ein Gespür für die menschenverachtenden Einstellungen extremistischer Gruppierungen zu vermitteln. Wie stellen Salafisten und Rechtsextreme sich die Welt vor? Was wollen sie? Im Gegenzug erarbeiten die Jugendlichen, was „Achtung“ für sie in ihrer Lebenswelt bedeutet. Wie stellen sie sich die Welt vor? Was wünschen sie sich für das Miteinander?

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Eltern und Lehrer*innen sollen mit einem Vortrag über die allgemeine Lage im Hinblick auf politischen und religiösen Extremismus informiert werden. Es werden Informationen über entsprechende Gruppierungen, Kennzeichen und Ideologien insbesondere von Rechtsextremisten und Salafisten vermittelt. Die Frage, wie solche Gruppierungen gezielt Jugendliche anlocken und warum das funktioniert, wird beleuchtet. Es wird darauf eingegangen, was Anzeichen einer möglichen Radikalisierung sein könnten und wie man darauf reagieren kann. Am Ende stehen Hinweise auf Beratungsstellen und weiterführende Informationen.

Der Elternabend und der Vortrag für Lehrkräfte sind zwei getrennte Veranstaltungen. Die Vorträge sollen inhaltlich nah an der Zielgruppe sein und es soll genügend Raum für Fragen und Diskussionen bleiben.

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Neben der Nachbereitung durch die Landeszentrale für politische Bildung nach dem Theaterstück wird/sollte noch eine Unterrichtseinheit mit der Polizei stattfinden, in der auf die Radikalisierungsverläufe eingegangen wird. Die angerissenen Biografien, die man auf der Bühne gesehen hat, können mit Erkenntnissen aus echten Fällen weiter gesponnen werden, um auch die rechtlichen Konsequenzen zu verdeutlichen. Außerdem wird über die Anwerbestrategien extremistischer Gruppen gesprochen.

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Die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle des Projekts „ACHTUNG?!“, die über das Projekt informieren und beraten, kommen vor Projektbeginn an die Schule und informieren den gesamten Lehrkörper (zum Beispiel im Rahmen einer Gesamtlehrerkonferenz) über die konkreten Module, die in der Schule stattfinden. Damit soll erreicht werden, dass alle Personen an der Schule informiert sind und sich, wenn auch nur nebenbei, mit dem Thema befassen.

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„Change City“ ist ein so genanntes „Serious Game“ mit der Intention, Informationen, Wissen und Fähigkeiten zu unterschiedlichen Themengebieten zu vermitteln, die im Alltag von Nutzen sind. Dabei unterscheiden sich Serious Games jedoch grundlegend von klassischen Lernspielen, indem sie versuchen die Lebenswelt speziell der Jugendlichen abzubilden. Mit diesem Online-Spiel soll das Selbstverständnis der Jugendlichen geweckt werden, sich aktiv gegen Extremismus und Diskriminierung zu engagieren, sensibel zu sein und Zivilcourage zu zeigen. Gespielt werden kann es alleine oder gemeinsam im Klassenverband, Schlüsselszenen lassen sich im Unterricht gezielt ansteuern. Es zeigt auf spielerische und spannende Art und Weise, was mit Mut und Engagement erreicht werden kann.

„Change City“ war als gemeinsames Projekt der Landeskoordination Baden-Württemberg "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg bereits entwickelt und verfügbar. Für den Einsatz im Projekt „ACHTUNG?!“ wurden projektspezifische Szenarien entwickelt und neue Quests programmiert. So tauchen jetzt Elemente von „ACHTUNG?!“ im Spiel auf und generieren einen engen Bezug. Die Urheber des Spiels haben dankenswerterweise ihr Einverständnis für die Erweiterung und den Einsatz als Modul in diesem Projekt erteilt.

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Logo des Serious Games Change City Logo der Agentur Kastanie Eins

Wird von verschiedenen Projektbeteiligten erstellt, zusammengetragen und thematisch sortiert. Die Sammlung steht den beteiligten Schulen zur Verfügung und wird auch über den Downloadbereich auf der Projekt-Website www.radikalisierung.info erreichbar sein.

In zwei unabhängig voneinander stattfindenden Fortbildungen geht es um die Information und Stärkung von Lehrkräften.

„Jugendszenen zwischen Islam und Islamismus“ gibt Orientierungswissen über den Islam und Muslime mit einem speziellen Fokus auf muslimische Jugendliche in Deutschland. Die salafistische Szene wird im Hinblick auf ihre Aktivitäten und Anwerbestrategien erläutert. Dabei wird vor allem die Frage, warum gerade der Salafismus für Jugendliche so attraktiv ist, beleuchtet. Schließlich erhalten die Teilnehmer*innen mit Unterstützungsangeboten und einem Leitfaden für kompetente Gesprächsführung einsetzbare Werkzeuge für den pädagogischen Umgang mit der Thematik.

Das Argumentationstrainig „Kompetent gegen rechte Sprüche" befasst sich zunächst mit Vorurteilen und Diskriminierung. Die Teilnehmer lernen, dass Vorurteile und Abwertung nicht nur am rechten Rand sondern auch in der Mitte der Gesellschaft verankert sind. Im Anschluss wird die extrem rechte Szene in Baden-Württemberg betrachtet. Schließlich werden u. a. durch Rollenspiele Argumentations- und Handlungsstrategien erarbeitet, wobei besonderes Augenmerk auf die Besonderheiten der Rolle als Pädagog*in gelegt wird.

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Die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ lädt ein, die faszinierende Welt der Religionen besser kennen zu lernen und die Bedeutung ihrer ethischen Botschaften in ihrer Relevanz gerade für unsere heutige Gesellschaft besser zu verstehen. Thematische Klammer ist dabei die Weltethos-Idee: Die Frage nach dem Wertekonsens, nach gemeinsamen ethischen Werten, Normen und Maßstäben. Die Ausstellung besteht aus 16 Tafeln, die von den Schulen, die am Projekt „ACHTUNG?!" teilnehmen, gebucht werden kann. Eine kurze Schulung befähigt die Pädagog*innen, die Schüler*innen durch die Ausstellung zu führen und die Themen im Unterricht zu vertiefen. Darüber hinaus werden die Pädagog*innen mit Ideen für Projektwochen unterstützt.

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zum Thema Weltethos

In einer 3,5-stündigen Fortbildung für Lehrer/innen bekommen diese grundlegende Informationen über das Projekt Weltethos mit vielen Anregungen dazu, wie sie Weltethos für ihre Schule nutzen können. Insbesondere werden auch Bezüge zum neuen Bildungsplan aufgezeigt und es gibt praktische Impulse zur Werteerziehung im Unterricht und zur Ausgestaltung von Schulkultur, denn hier liegen Anknüpfungspunkte zur Prävention gegen Extremismus und Radikalisierung. Die Fortbildung gibt auch Gelegenheit zur Selbstreflektion, zum Erfahrungs- und Ideenaustausch und zur konkreten Vorhabenplanung.

zum Thema Islam

In einer 3,5-stündigen Fortbildung für Lehrer/innen bekommen diese grundlegende Informationen über die Weltreligion „Islam“, über Entstehung, Geschichte, Glaubensinhalte sowie Ethos. Ein Orientierungswissen, das helfen soll zwischen „normaler“ und „fanatischer“ Religiosität zu unterscheiden. Die Teilnehmer/innen erfahren, dass es einen Wertekatalog gibt, den alle Menschen teilen (Weltethos), welcher Grundlage für einen gelingenden interreligiösen Dialog ist.

Beide Fortbildungen sollen Lehrer/innen befähigen, ihre Schüler/innen bei der eigenen Standortbestimmung („Wo ist mein Platz in der Vielfalt?“) zu unterstützen und sie in die Lage versetzen, sich angst- und vorurteilsfrei in der modernen multikulturellen und multireligiösen gesellschaftlichen Vielfalt zu bewegen.

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Die Jugendlichen werden u. a. anhand von Bildern durch aktuelle globale und nationale gesellschaftliche Herausforderungen oder Themen aus dem Alltag geführt. Die Bilder werden von den Zuhörern beschrieben und anschließend diskutiert. Dabei wird Wert darauf gelegt, keine vorgefertigten Meinungen vorzugeben, sondern alle sich frei äußern und miteinander ins Gespräch kommen zu lassen, ihre Meinung zu entwickeln und weiterzuentwickeln.

Gegen Ende des Vortrags werden die Schüler*innen angeregt, sich selbst zu überlegen, welche Werte für ein besseres Miteinander-Leben der Menschen nötig wären. Menschen in allen Kulturen und Religionen haben Regeln für ein gutes gemeinsames Miteinander aufgestellt. Erstaunlich ist: Die grundlegenden Regeln sind überall dieselben!

Ziel des Vortrags ist es, junge Menschen für werteorientiertes Handeln und ethisches Verhalten zu sensibilisieren, zum eigenständigen Denken anzuregen und zum Austausch und zur Weiterentwicklung ihrer Meinung miteinander anzuregen.

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Viele bereits existierende Spiel- und Dokumentarfilme greifen die Themen Extremismus und Radikalisierung auf. Filme sind Teil der jugendlichen Lebenswelt und im Rahmen dieses Moduls soll es den Schüler*innen ermöglicht werden, sich dem Thema Extremismus und Radikalisierung über das Medium Spielfilm zu nähern und ihnen die Fähigkeit vermitteln, kritisch, kompetent und produktiv mit dem Medium Spielfilm umzugehen.

Filmbildung ist in Baden-Württemberg als fester Bestandteil des Schulunterrichts vorgesehen und in vielen Fächern und Lernbereichen möglich. Im Rahmen der „Leitperspektive Medienbildung“ soll das Medium Film ab dem Schuljahr 2016/17 eine noch größere Rolle in den Bildungsplänen spielen.

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Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, ein spezielles Coaching für Schulklassen einzubinden, bei dem der Wert der Vielfalt für die Gruppe im Mittelpunkt steht. Eines der wichtigsten Ziele des Projektes ist es, Jugendliche in die Lage zu versetzen, gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt zu akzeptieren und positiv zu werten. Ziel des Angebots ist die Kultivierung eines wertschätzenden Umgangs mit sich selbst und anderen als Basis von Akzeptanz und Toleranz im Blick auf die individuellen Stärken und Schwächen.

Während des Kurses steht das Lernen durch Erleben im Fokus. Theoretische Lerninhalte werden mit praktischen Aktionen vermittelt und anschließend in der Gruppe reflektiert. Das Training bedient sich dabei verschiedener erlebnispädagogischer und erfahrungsbasierter Methoden und bezieht Vertrauens-, Kommunikations- und Strategieübungen ein. Ein spezielles Training ist auch als Einzel- oder Gruppencoaching für pädagogische Fachkräfte buch- und individuell durchführbar. Kern eines solchen Coachings ist die Verbesserung der Handlungsfähigkeit der Lehrkräfte.

Der zeitliche Umfang des Coachings für Schulklassen kann flexibel gestaltet werden, Schulen haben die Möglichkeit, das Training für 3, 4 oder 5 Schulstunden zu buchen. Das Coaching wird mit einem Festbetrag aus Projektmitteln bezuschusst, ev. weitere Kosten, trägt die buchende Schule selbst.

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Der Kampagnenspot der Initiative „ACHTUNG?!“ wurde im Format eines typischen YouTube-Clips gefilmt. Damit soll jugendlichen Sehgewohnheiten entsprochen und erreicht werden, dass der Spot sich im Internet unter Jugendlichen verbreitet.

Außerdem ist ein filmisches Portrait über einen Aussteiger aus der rechtsextremen Szene und einen Aussteiger aus der salafistischen Szene entstanden, in dem vor allem herausgearbeitet wurde, was diese beiden Menschen bewogen hat, sich extremistischen Gruppierungen anzuschließen und wie das hätte verhindert werden können. Die Portraits können u.a. im Unterricht eingesetzt werden.

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